Die Begriffe, denen Sie in unseren Beschreibungen begegnen, einfach erklärt. Sie haben eine Frage zu einem Begriff, der hier nicht aufgeführt ist? Rufen Sie Eric Le Cour unter +33 6 08 90 41 64 an.
Der FüllfederhalterDie FederDas BefüllenDie MaterialienDie TintenfässerEpochen und StileDer Zustand
Der Füllfederhalter
- Schaft
- Der Teil, den man in der Hand hält; er enthält den Tintenvorrat.
- Kappe
- Sie schützt die Feder, wenn man nicht schreibt. Setzt man sie zum Schreiben auf das Schaftende, sagt man, man „steckt sie auf“.
- Clip
- Die kleine Klammer an der Kappe, mit der man den Füller an einer Tasche befestigt.
- Griffstück
- Der Teil des Schafts direkt oberhalb der Feder, auf dem die Finger liegen.
- Tintenleiter
- Das Teil unter der Feder, das die Tinte vom Vorrat bis zur Spitze leitet.
- Federhalter
- Ein Griff ohne Tintenvorrat, in den man eine Feder einsetzt, die man ins Tintenfass taucht.
- Mechanischer Bleistift
- Ein Schreibgerät mit einer Bleistiftmine, die nach und nach vorgeschoben wird.
- Safety-Füller (Sicherheitsfüller)
- Ein alter Füller, dessen Feder sich vollständig in den Schaft zurückziehen lässt; so läuft bei aufgeschraubter Kappe keine Tinte aus.
Die Feder
- Goldfeder
- Eine Feder aus Gold, meist 14 oder 18 Karat; der Feingehalt ist in der Regel auf der Feder eingraviert (zum Beispiel 585 für 14 Karat, 750 für 18 Karat).
- Federspitze
- Die kleine Kugel aus sehr harter Legierung, die an das Ende der Feder geschweißt ist und über das Papier gleitet. Aus Gewohnheit nennt man sie oft „Iridium“.
- Federbreite
- Sie wird durch Buchstaben angegeben: EF (extrafein), F (fein), M (mittel), B (breit), BB (sehr breit). Eine Schrägfeder (O) ist schräg geschliffen.
- Flexible Feder
- Eine Feder, die sich unter Druck spreizt: Der Strich wird breiter, wenn man aufdrückt, wie bei einer Kalligrafiefeder.
Das Befüllen
- Patrone
- Ein kleiner Einweg-Tintenbehälter, den man in den Schaft des Füllers einsetzt.
- Konverter
- Eine kleine Pumpe, die die Patrone ersetzt und das Befüllen des Füllers aus dem Tintenfass ermöglicht.
- Tintensack
- Bei vielen alten Füllern ist der Tintenvorrat ein Gummisack im Schaft. Mit der Zeit verhärtet er und wird bei der Restaurierung ersetzt.
- Hebelfüller
- Ein Hebel an der Seite des Schafts drückt den Sack zusammen; lässt man ihn los, während die Feder in die Tinte eintaucht, füllt sich der Sack.
- Kolbenfüller
- Man dreht einen Knopf am Schaftende, um einen Kolben nach oben zu bewegen, der die Tinte ansaugt.
- Aerometric-System
- Das Füllsystem der Parker 51 ab 1948: Man drückt mehrmals auf einen Metallbügel, der den Sack schützt.
Die Materialien
- Hartgummi (Ebonit)
- Gehärteter Kautschuk, das Material der ersten Füllfederhalter, oft schwarz oder marmoriert.
- Zelluloid
- Ein früher Kunststoff, von den 1920er- bis in die 1950er-Jahre sehr verbreitet, oft marmoriert oder perlmuttartig schimmernd.
- Massives Silber
- Silber durch und durch, garantiert durch eine Punze (in Frankreich seit 1838 der Minervakopf für Silber).
- Vergoldet, versilbert
- Eine dünne Edelmetallschicht, die auf ein unedles Metall aufgebracht ist.
- Vermeil (vergoldetes Silber)
- Massives Silber mit einem Goldüberzug.
- Punze
- Eine kleine, in das Metall geschlagene Marke, die den Feingehalt (die Reinheit) eines Edelmetalls oder den Namen des Gold- oder Silberschmieds angibt.
- Pâte de verre
- Zerstoßenes, gefärbtes Glas, das in einer Form gebrannt wird; das Material ist oft matt und marmoriert. Daum hat sich darauf spezialisiert.
Die Tintenfässer
- Tinteneinsatz
- Das kleine Gefäß, oft aus Glas oder Porzellan, das im Inneren des Tintenfasses die Tinte enthält.
- Reisetintenfass
- Ein dicht verschließbares Tintenfass, um Tinte mitnehmen zu können.
- Schiffstintenfass
- Ein Tintenfass mit breitem, schwerem Fuß, damit es nicht umkippt.
- Pumptintenfass
- Ein Tintenfass, in dem man die Tinte durch Betätigen eines Kolbens in ein kleines Reservoir hochsteigen lässt.
- Wiener Bronze
- Kleine, mehrfarbig bemalte Bronzen, oft Tiere, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert in Wien (Österreich) hergestellt wurden. „Im Stil der Wiener Bronze“ bezeichnet ein Stück in diesem Geschmack, ohne Zuschreibung an Wien.
- Patina
- Die Oberflächenfarbe einer Bronze, die ihr der Gießer oder die Zeit verliehen hat.
- Polychrom
- Mehrfarbig.
- Wiegelöscher
- Ein abgerundeter Schreibtischgegenstand, mit Löschpapier bespannt, den man über die Schrift rollt, um die Tinte zu trocknen.
- Schreibnecessaire
- Ein Etui oder Kästchen, das alles zum Schreiben Nötige vereint: Feder, Tintenfass, manchmal Papier und Petschaft.
Epochen und Stile
- Charles X
- Der Stil der Regierungszeit Karls X. (1824–1830).
- Napoleon III.
- Der Stil des Zweiten Kaiserreichs (1852–1870).
- Jugendstil (Art nouveau)
- Ein von den Formen der Natur inspirierter Stil, um 1890–1910.
- Art déco
- Ein Stil mit geometrischen Linien, um 1920–1940.
- Signiert
- Das Stück trägt die Signatur des Künstlers oder des Herstellers.
Der Zustand
- Neuware aus Altbestand (NOS)
- Vom englischen „New Old Stock“: ein altes, nie benutztes Stück, das im Lagerbestand eines Händlers verblieben ist.
- Limitierte Auflage
- Eine in begrenzter Stückzahl hergestellte Serie, oft nummeriert.
- Restaurierung
- Die Arbeiten, mit denen ein Stück wieder instand gesetzt wird, zum Beispiel der Austausch des Tintensacks eines Füllers.